Grundstück verkaufen – Grundstücksverkauf

Sie haben unerwartet ein Grundstück geerbt und wissen nun nicht, was Sie damit tun sollen? Oder befindet sich gar eine attraktive Landfläche in Ihrem Besitz, der aus früheren Generationen stammt? Vielleicht hatten Sie auch selbst die Gelegenheit, Bauland günstig zu erwerben und wollen es nun gewinnbringend vermarkten?

Wie auch immer die Situation sein mag, kann man grundsätzlich davon ausgehen, dass Bauland knapp ist. Besonders in den großen Städten und in den Ballungsräumen ist es nahezu unmöglich, Grundstücke zu vertretbaren Preisen zu kaufen, sind doch die räumlichen Gegebenheiten fast ausgereizt. Entsprechend hoch ist die Nachfrage, die wiederum den Kaufpreis für vorhandenes Bauland noch einmal deutlich in die Höhe treibt. Es entsteht ein Kreislauf aus Angebot und Nachfrage nach allen Regeln der Preisbildung, die am Ende vor allem in einem Ergebnis resultiert: Die Kaufpreis-spirale für Grundstücke steigt in den Ballungsgebieten in astronomische Höhen.

In den ländlichen Gegenden mag es etwas anders aussehen, denn gerade abseits der großen Städte und außerhalb der Einzugsgebiete dürfte die Nachfrage nicht ganz so hoch sein. Der Weg in die Innenstädte ist für Pendler und Unternehmen meist zu weit, und in der Folge hält sich auch die Nachfrage nach Bauland in einem überschaubaren Rahmen. Doch unabhängig von dem Niveau der Grundstückspreise stellt sich immer die Frage, wie man ein Grundstück verkaufen kann. Was gilt es zu beachten, welche Normen muss man kennen, wo findet man Unterstützung? Ein Ratgeber mit 25 Praxistipps für den Grundstücksverkauf weiß Antwort auf die wichtigsten Fragen.

Die Zielgruppen

Grundsätzlich unterscheidet man bei einem Grundstücksverkauf zwei Zielgruppen: Privatpersonen und Bauträger. Privatpersonen, die auf der Suche nach einem Grundstück sind, haben sich entschlossen, ein Haus zu bauen und trennen dabei den Kauf des Grundstücks von dem eigentlichen Hausbau. Sobald das Grundstück gefunden ist, wird man sich für eine Baufirma entscheiden, die das Traumhaus verwirklicht. Dieses Vorgehen ist nicht unüblich, lässt es doch dem stolzen Immobilienbesitzer die Möglichkeit, die Baufirma nach seinem Gusto auszuwählen. Ein Grundstücksverkauf an Privatpersonen ist besonders interessant, wenn es sich um vergleichsweise kleine Grundstücke handelt, die mit einem freistehenden Einfamilienhaus oder einem Doppelhaus bebaut werden können. Grundstücke dieser Größenordnung sind in der Regel für Privatpersonen interessanter als für Bauträger.

Möchte man ein Grundstück verkaufen, das den Bau eines Mehrfamilienhauses zulässt oder geht es gar um ganze Reihenhaussiedlungen oder ein weitreichendes Neubaugebiet, ist regelmäßig die Entscheidung für einen Bauträger weitaus sinnvoller. Ein Bauträger bietet dem Immobilienkäufer den Vorteil, dass er Grundstück und Haus aus einer Hand erhält. Kauf man direkt von einem Bauträger, fällt meist keine Maklerprovision an, was für den Immobilienkäufer ein nennenswerter finanzieller Vorteil ist. Je nach Größe des Grundstücks ist es also zielführender, die eine oder andere Zielgruppe anzusprechen, wenn man ein Grundstück verkaufen will.

Der Bodenrichtwert

Auf der Suche nach einem Abnehmer für das Bauland stellt sich die Frage nach dem erzielbaren Verkaufspreis. Für unbebaute Grundstücke ist der Bodenrichtwert ein erster Anhaltspunkt für den eigentlichen Wert. Der Bodenrichtwert wird von den Gemeinden aufgrund der bisher erzielten Verkaufspreise veröffentlicht und ist deshalb ein guter Richtwert für den Wert des Grundstücks. Allerdings muss man wissen, dass jedes Grundstück einmalig ist und dass sein Wert von vielfältigsten Faktoren abhängt. So ist die Lage von großer Bedeutung, denn ein Grundstück in einer ruhigen Seitenstraße wird noch einmal von höherer Qualität und damit teurer sein als Bauland direkt an einer Hauptverkehrsstraße. Der Bodenrichtwert ist deshalb nicht mehr und nicht weniger als ein Anhaltspunkt, wenn man ein Grundstück verkaufen möchte. Der erzielbare Kaufpreis kann deutlich darüber oder darunter liegen und hängt immer von einer Vielzahl von Faktoren ab. So ist die Bebaubarkeit des Grundstücks eine der wichtigsten Einflussgrößen für den Preis, der sich am Ende erzielen lässt.

Die Bebaubarkeit

So wichtig die Bebaubarkeit für den Verkaufspreis ist, so vielfältig sind die Faktoren, die sich beeinflussen. Allerdings kann sie den Preis noch einmal deutlich in die Höhe treiben, wenn man einen Grundstücksverkauf anstrebt. So hat die Wohnfläche einen großen Einfluss auf die Bebaubarkeit, denn je mehr Wohnfläche man auf einer Fläche errichten kann, desto besser ist auch die Bebaubarkeit – und desto höher ist der Verkaufspreis. Üblicherweise gibt der Bebauungsplan die besten Auskünfte über die zu errichtende Fläche, denn er enthält Angaben zur Grundflächenzahl und zu Geschossflächenanzahl. Hinzu kommt eine Reihe von weiteren Baubestimmungen, die die Wohnfläche direkt beeinflussen.

Kann die Bebaubarkeit nicht eindeutig geklärt werden, kann die Anfertigung einer Bauvoranfrage durch den Verkäufer sinnvoll sein. Eine Bauvoranfrage besteht aus Vorschlägen zur Bebauung, die beim zuständigen Bauamt vorgelegt werden. Aus dieser Bauvoranfrage resultiert eine rechtsverbindliche Stellungnahme des Bauamts zur Bebaubarkeit. Diese Stellungnahme ist kostenpflichtig, doch sie liefert bei Bedarf sichere und belastbare Informationen, wie und in welcher Art das Grundstück bebaut werden darf. Möchte man ein Grundstück verkaufen, hat man damit eine verlässliche Grundlage für die Schätzung des Verkaufspreises.

Die Vermarktungsstrategie

Sind Bodenrichtwerte und Bebaubarkeit geklärt, wird daraus die Festlegung des angestrebten Verkaufspreises resultieren. Im nächsten Schritt gilt es, die Vermarktungsstrategie zu erarbeiten und umzusetzen. Ob man das Grundstück selbst verkaufen möchte oder einen Immobilienmakler damit beauftragt, hängt auch von den persönlichen Präferenzen ab. Führt man den Grundstücksverkauf selbst durch, fallen für den Käufer keine Maklerprovisionen an. Er spart damit knapp sechs Prozent des Verkaufspreises. Das kann im Einzelfall durchaus ein großer Vorteil sein und die Nachfrage steigern. Allerdings muss man sich als Verkäufer dann auch selbst mit allen Anfragen zum Grundstück auseinandersetzen, man muss Besichtigungstermine vereinbaren und hat mit dem Verkauf des Grundstücks durchaus einen nennenswerten zeitlichen Aufwand.

Möchte man sich diesen zeitlichen Aufwand ersparen, ist die Beauftragung eines Immobilienmaklers eine gute Entscheidung. Er sorgt dafür, dass das Grundstück in allen relevanten Medien platziert wird, und er übernimmt auch die Abwicklung mit Interessenten und potenziellen Käufern. Dafür stehen ihm meist die lokalen Zeitungen zur Verfügung, doch auch die Online-Immobilienmärkte sind von wachsender Bedeutung. Ebenso zielführend kann es sein, einen ortsansässigen Makler zu beauftragen, der vielleicht auch in direktem Kontakt zu relevanten Bauträgern steht. In jedem Fall sollte der Immobilienmakler ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des Grundstücksverkaufs sein, denn dieser hat im Vergleich zum Verkauf von Immobilien einige Besonderheiten aufzuweisen, in denen man fachlich versiert sein sollte.

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